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Rotflossenwels - News

Wie ein vielversprechendes, neues Produkt gleich wieder in Verruf gebracht werden kann, lässt sich leider dieser Tage am Beispiel des Rotflossenwelses zeigen. Laut Presseberichten wurde in Hamburg ein dreister Etikettenschwindel rings um den Rotflossenwels aufgedeckt. Bei Routineuntersuchungen wurden Lebensmittelkontrolleure misstrauisch und schauten genauer hin: im Rahmen amtlicher Lebensmittelkontrollen wurden neun Proben, die als Asiatischer Rotflossenwels deklariert waren, am Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt genauer untersucht. Die tiefgefrorenen Filets, die von verschiedenen Händlern und von unterschiedlichen Importeuren stammten, wurden einer eingehenden molekularbiologischen Analyse unterzogen. Nachdem die DNA-Sequenz identifiziert war und mit speziellen Online-Datenbanken abgeglichen wurde, war klar: die Warenproben konnten nicht vom Rotflossenwels (Hemibagrus wyckioides) stammen. Stattdessen wurde bei sämtlichen Proben eine 99%ige Übereinstimmung mit der DNA-Sequenz des verwandten Pangasius (P. hypophthalmus) festgestellt.

Ganz offensichtlich wurden - vermutlich schon in Asien- Pangasius-Filets gezielt falsch deklariert und in Deutschland als Rotflossenwels in den Handel gebracht. Ganz einfach, weil der Asiatische Rotflossenwels im Fischandel einen deutlich höheren Marktwert besitzt, als der vergleichsweise günstige Pangasius.

Es bleibt zu hoffen, dass die strikten Kontrollen der Behörden auch künftig derartige Betrügereien im deutschen Fischandel sofort auffliegen lassen. Der Verbraucher (und Fischliebhaber) muss sich darauf verlassen können, dass er auch tatsächlich die Ware bekommt, für die er bezahlt.

(Quelle: Hamburger Abendblatt, Lebensmittelkontrolle.de)


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